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28.12.2012

The world is ugly, but you're beautiful to me

Ich habe in den letzten Wochen den Weg zu mir gefunden, auch wenn ich gewiss noch nicht wirklich als psychisch stabil bezeichnet werden kann. Ich verletze mich seit "Ewigkeiten" nicht mehr, verschwende nicht einen Gedanken daran, mittlerweile sehe ich auch nicht in jedem spitzen/scharfem Gegenstand eine Waffe, um mir Schmerzen zuzufügen. Das freut mich so sehr. Ich habe gelernt, meine Fehler zu akzeptieren und sie als Teil von mir anzusehen, die meisten Dinge die mich störten, haben andere nicht einmal bemerkt. Ich bin nicht perfekt, auch wenn ich es immer versucht habe zu sein, denn wer ist das schon? Perfekt? Sowas gibt es doch im Fernsehen, oder in Modemagazinen. Im echten Leben kann man seine Probleme nicht wegschneiden oder wegretuschieren, man muss mit ihnen leben können.
Soweit so gut, denke ich. Es gibt trotzdem eine Sache, die mich beschäftigt, auch wenn jetzt alles wunderschön zu sein scheint. Ich bin nicht depressiv, ich bin ein glücklicher Mensch. Das sage ich mir immer, um mir zu bestätigen, dass ich mir über nichts Gedanken machen muss. Doch manchmal, wenn ich zum Beispiel im Auto sitze und wir auf der Autobahn fahren, oder ich über stark befahrene Straßen gehen will, vor der Bahnschranke warte dass der Zug vorbeifährt, oder über Brücken gehe .. will ich sterben. Ich frage mich, was passiert wenn der Fahrer kurzzeitig die Kontrolle über das Lenkrad verliert. Fahren wir überhaupt schnell genug? Was passiert, wenn ich schnell vor ein Auto springe, oder mich auf die Straße lege? Wie schnell kann ein Zug bremsen? Ist die Brücke hoch genug um sich alle Knochen zu brechen? Zu sterben? Ich glaube ich habe Todessehnsüchte, auch wenn ich es selbst nicht glauben kann. Schenkt mir eine Pistole, eine gute, und ich geb' mir die Kugel. Mein Leben ist nicht schlimm, aber es gibt auch nichts was mich am Leben hält. Meine Freunde brauchen mich nicht, ihnen geht es gut, sie haben lächerliche Probleme die sie mit Leichtigkeit bewältigen könnten, würden sie bloß verstehen wie das hier alles funktioniert. Ich will nicht sagen, dass ich reifer sei als sie, ich bin sensibel, mehr nicht. Wäre ich nicht mehr hier, würde es sie nach einem läppischen Jahr, spätestens, kaum mehr interessieren, das Leben geht schließlich weiter. (Keine Angst, ich bring mich schon nicht um, das sind ja bloß meine Gedanken. Ich hoffe das triggert manche von euch nicht, wenn doch, tut es mir wirklich Leid.)

Eigentlich will ich darüber nicht schreiben, noch will ich darüber auch nur einen einzigen Gedanken verschwenden, aber es geht nicht anders. Ich sehe ein, dass ich dick bin und werde alles tun um diesen widerlichen Schwabbel loszuwerden. Schließlich geht es mir so gut, da kann ein wenig Gewichtsverlust eh nicht schaden. Ich sehe wunderschöne Menschen, tagtäglich. Ich will auch wunderschön sein, ich will zu denen gehören denen man wegen der dünnen Beine nachsieht. Ich habe es schließlich, vor fast genau einem Jahr auch gepackt. Und es fängt wieder an, es muss irgendwie mit der Jahreszeit zusammenhängen. Egal, morgen werde ich ein Ei essen wenn ich hungrig werde, trinken werde ich >1L Jasmintee und natürlich noch viel Wasser.  Wenn mir das nicht reicht, habe ich fucking nochmal Pech gehabt, denn ich will nicht nach den Ferien wieder mit den selben Stampfern zur Schule; wie erniedrigend wäre das denn? Vorhin habe ich meine Lieblingsjeans angehabt und sie saß enger als sonst, früher hat sie leichte Falten geschlagen, von denen ist jetzt keine Spur mehr zu sehen.


4 Kommentare:

  1. ich denke manchmal, nein jeden tag, eigentlich genauso. aber so ist es nun einmal. am ende findet man zwar doch einen kleinen grund zum leen, aber im endeffekt, ist der tod auch keine zu große sache. man könnte ihn einfach wählen und endlich wären die qualen vorbei. schon eine komische vorstelung. viele verstehen sie sicher nicht einmal.

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  2. Mir geht es da genauso. Ich denke auch ständig darüber nach was wäre, wenn beim Fahren in der nächsten Kurve einfach nicht bremse. Sondern beschleunige. Wenn ich die Spur wechsel ohne zu schauen. Wenn ich stolpere und auf die Gleisen falle. Egal wo ich bin solche Gedanken kommen mir ständig. Es sind nur Gedanken. Aber pass auf dich auf. Gedanken können schnell zu Taten werden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.

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  3. danke, alvaro ist gestorben, erstochen. Danke liebes :/ <3

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  4. ich sehe immer, dass alle um mich herum alles so leicht schaffen, sie sagen sie haben nicht gelernt für die schule, haben trotzdem eine 3 oder 4. sie sagen sie haben keine zeit für hausaufgaben, aber am nächsten tag hbaen sie die doch. es gibt so viele sachen. und ich selber habe die zeit, aber ich schaff es trotzdem nicht, weil ich schon von der schule so erschöpft bin, dass ich zu hause nur noch weine. liebeskummer ist keine depression, eine 5 in mathe auch nicht. wenn man weint, ist es kein richtiger nervenzusammenbruch. ich hasse es, wenn alle die worte für etwas benutzen, was nicht annähernd das 'niveau' erreicht, das ich erreiche. und ärzte spielen bei mir eh alles schon runter, weil ich so gut im verstecken bin.
    ich hoffe, du verstehst was ich meine..
    Lg (:

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