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03.12.2012

We're all very lovely until we get to know each other

16:41 Hey na, wie geht's dir? :-) 
Für gewöhnlich antworte ich auf solche Fragen immer mit einem mir geht's gut und dir? oder so etwas in der Art, hauptsache ich muss nicht auf meine Gefühlslage ausschweifen. Da die meisten unter uns eh zu dämlich und egozentrisch sind um die Gefühle anderer zu verstehen, lasse ich das. Mitleid heucheln kann ich auch. Aber diesmal halte ich nach dem ersten Wort meiner Standartantwort inne und horche in mich hinein. Was fühle ich? Sonst mache ich das nie, prinzipiell vermeide ich es darüber nachzudenken wie es mir geht, da ich mich allein mit diesem Gedanken runterziehen kann. Ja, so sensibel muss man erstmal sein.
Vielleicht war das meine Intuition, vielleicht auch nur Zufall, auf jeden Fall saß ich wie eine Statue vor meinem Pc, die Finger immer noch auf der Tastatur, bereit weiterzuschreiben und dachte ernsthaft nach. Doch alles was ich fühle, alles was ich beschreiben konnte, war Leere. Als wäre ich eine Puppe. Starre Mimik, leblos, kalt. Ja, genau so fühlte ich mich. Seit Wochen kann ich keine Freunde verspüren, habe lange nicht mehr gelacht. Klar, ab und zu kichert man in sich hinein wenn jemand stolpert oder auch etwas wirklich hirnverbranntes sagt. Doch richtig herzhaft lachen? Scheine ich verlernt zu haben. Das einzige was ich noch spüren kann ist diese trostlose, endlose Leere, die sich wie ein Luftballon immer weiter auszudehnen scheint. Bis die Grenze erreicht ist, der Ballon platzt und von der hübschen Hülle nichts mehr vorhanden ist, in tausend Teilchen liegt alles auf dem Boden. Ab und zu spüre ich diese schier unkontrollierbare Wut, hervorgerufen durch Kleinigkeiten. Aber so ist das wenn man anfängt seine Wut über die Jahre anzustauen, irgendwann rastet man bei den unbedeutendsten Dingen aus. Ach ich habe die Trauer ja fast vergessen. Und die Angst. Verzweiflung. Und das alles auf einmal, und mein Kopf scheint von innen zu platzen. Irgendwann ist die Schmerzgrenze erreicht, und ich platze. Dann kann niemand mich mehr zusammenkleben. Langsam legt sich die Traurigkeit über mich, wie ein Nebel hüllt er mich ein. Aber jetzt reicht es mir mit dem depressiven Palaber.
Ruckartig schüttele ich meinen Kopf, wie als würde ich diese Gedanken abschütteln wollen, wie lästige Fliegen die mich nicht in Ruhe lassen. Schnell, ehe ich mich anders entscheiden kann, huschen meine Finger über die Tastatur.
17:12 Hi dude, mir geht's gut und dir? 



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