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11.01.2013

Es gibt viele Dinge im Leben, die ich versuche zu vergessen, wie jeder von euch sicher auch. Es gibt eine Sache, die ich seit meiner Kindheit schon verdränge. Denn vergessen heißt meiner Meinung nach auch, die Ereignisse zu verarbeiten, das Geschehene zu akzeptieren und das habe ich nie geschafft. Lange habe ich es gepackt, nicht daran zu denken und wenn, dann auch immer nur für ein paar Sekunden weil ich mich immer abgelenkt habe, indem ich an andere Sachen dachte. Als Kind ist sowas ja auch noch viel leichter. Es war wie ein abgesperrter Bereich in meiner Gedankenwelt, den ich auf gar keinen Fall betreten durfte. Nach ein paar Jahren interessierte mich das aber auch nicht mehr sonderlich, ich habe meine Kindheit so gut es ging genossen und die Zeit ging zu schnell rum, als dass ich mich groß hätte damit beschäftigen können, zum Glück.
Ich wurde älter, sicher auch etwas reifer und die Zeit fing an, langsamer zu verstreichen. Klar, dass man sich in der Pubertät geistig, als auch körperlich verändert. Ich weiß ehrlich nicht wieso, wahrscheinlich war es aus reiner Neugier, vermischt mit ein wenig jugendlicher Dummheit. Ich betrat den Bereich, den ich jahrelang gemieden hatte. Ich bemerkte, dass ich einen Teil der Geschehnisse verloren habe, für immer. Denn das ist nicht alles was ich da weggesperrt hatte. Aber egal, das was geblieben war, reicht mir. Das erste Mal fühlte ich mich wie betäubt, es ließ mich vollkommen kalt während ich alles vor meinem geistigen Auge ablaufen ließ.
Doch mittlerweile ist es nicht mehr so einfach wie es damals war. Ich fange an mich hilflos zu fühlen, so hilflos wie man sich fühlen muss, wenn man gegen seine größten Albträume kämpfen muss, man alles tun kann um sich zu wehren und es nicht das Geringste nützt. Nur schlimmer, denn es sind Erinnerungen die man durchlebt, so intensiv, man steigert sich mit der Zeit immer weiter rein. Gefangen in einem Käfig aus Angst welcher mir die Bewegungsfreiheit nimmt, es breitet sich dieses unglaublich widerliche Gefühl der Panik in meinem Brustbereich aus, sie erdrückt mich, nimmt mir die Luft weg. Es schmerzt, sowas fühlen zu müssen, es zerstört einen innerlich. Mein Puls wird immer schneller, die Angst raubt mir mein Bewusstsein, ich kann keinen klaren Gedanken mehr fassen. Alles was man sich da nur fragt, ist wann das bitte endlich aufhört. Und wenn es aufhört, quält einen dieser Gedanken, ob und wann das wieder passiert. Man fängt an wachsam zu werden, hellhörig, sicher etwas paranoid.
Doch auf der anderen Seite, auf der Seite meines Verstandes welche nicht in diesen Erinnerungen festsitzt, fange ich an immer weiter ansteigende Aggression und Hass aufzubauen. Wie ein Vulkan der sich durch ein erst leises Brodeln ankündigt, und irgendwann mit aller Kraft und Brutalität explodiert, so fühle ich mich. Die Aggression steigt mit der Zeit an, kaum etwas kann sie bändigen da nichts stärker ist als dieses Gefühl. Liebe auch nicht, denn die war nie da. Dieses Gefühl ist so besitzergreifend, so gefährlich und schön zugleich, man fühlt sich mächtig, als könnte man sich seinen größten Ängsten endlich stellen weil man keine Angst mehr hat, man möchte diese Quelle der Furcht mit allen Mitteln zerstören, koste es was es wolle. Hauptsache, man kann endlich wieder ein normales, unbeschwertes Leben führen.
Irgendwann räche ich mich an dir, ich werde dir solche Schmerzen zufügen, solange bis du überhaupt mal Reue zeigst, denn es nützt ja nichts dir all die Taten vorzuwerfen, wenn du sie doch eh abstreitest oder schöner darstellst? Doch es wird dir nichts bringen, Reue zu zeigen, denn ich hoffe du stirbst, da nützt dir diese kleine Gefühlsregung auch nichts. Stirb, bitte stirb endlich. Sonst befürchte ich, dass ich irgendwann in nicht absehbarer Zeit die Kontrolle verliere und selbst den Todesengel spiele.

1 Kommentar:

  1. dir geht es selbst so und ich nerve auch noch mit meinem zeug...entschuldigung,ich bitte vielmals um entschuldigung...wenn du reden magst ich bin da♥ -L

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